Münchner Kompetenzzentrum Ethik
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Transdifferente, hybride, diverse Aktant_innen*? Perspektiven auf Embodiment jenseits von Dualismen

29. und 30. April 2016 | MKE | Raum M210

Seit Donna Haraways „Manifest für Cyborgs“ und zunehmend in aktuellen Debatten der Sozial- und Kulturwissenschaften (ANT, Posthumanismus, New Materialism z.B.) wird die Grenzziehung zwischen Natur und Technik problematisiert. Seitdem wird vielfach an einem Verständnis von hybriden Konstellationen zwischen Menschen, Tieren, Dingen, Praktiken und Artefakten gearbeitet. Mit diesen Dezentrierungen, insbes. eine_r handelnden Akteur_in, und mit dem Fokus auf Entgrenzungen und Überlappungen zwischen Mensch und Maschine, Organischem und Anorganischem, Objekt und Subjekt, Praxis und Diskurs, stellen sich epistemologische und empirische Fragen der Sozialwissenschaft neu. Diese Perspektivenverschiebung hat auch weitreichende Konsequenzen für die Körpersoziologie, der es darum gehen würde, Körper stärker als immer vorläufiges Produkt bestimmter Konstellationen und Verbindungen, stärker als Trans-Körper zu begreifen und weniger etwa als abgegrenzte Entität. Embodiment ist eine entsprechende Chiffre: Sie verweist auf die sinnenhafte Dynamik der Ko-Konstitution von Körpern, Normen, Techniken/Technologien und Praxen.

Auf der Sektionstagung sollen diese neuen Ansätze im Horizont der ‚Körpersoziologie’ diskutiert werden. Welche neuen oder anderen Körper- Konstellationen werden thematisch? Welche Versprechen formulieren (vorgeblich) neue Perspektiven und Begriffe, die womöglich nicht eingelöst werden? Wie stehen genannte Perspektiven zu etablierteren Formen der Thematisierung von (materiellen/somatischen) Differenzen im Sinne der Geschlechter- und allgemeiner Ungleichheits- und jüngst Diversitätsforschung? Wie werden Differenzen zwischen Personen, Akteur_innen usw. überhaupt diskutiertbar, wenn man diese Konstellationen miteinander ins Gespräch bringt? Bedeutet z.B. die Aufwertung nicht-menschlicher Entitäten eine Relativierung sozialer Differenzen?

Wir freuen uns nicht nur auf theoretische wie methodisch originelle und innovative Vorträge, sondern auch auf ein ungewöhnliches Tagungsformat mit viel Raum für offene Diskussionen. Wir freuen uns auf Sie und Euch!

Tagungsformat

Das Programm der Tagung gliedert sich in 4 thematische Cluster. In diesen werden jeweils ca. 6-8 Inputs formuliert, es gibt dann viel Zeit für Diskussionen. Die Inputs sind alle gleich gestaltet: 7 x 7! Das heißt, pro Input 7 Folien in 7 Minuten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Unterfüttert werden die Inputs durch vorab bereit gestellte längere Texte/Paper der Vortragenden. Wir sind gespannt auf dieses Experiment und zuversichtlich, dass wir damit gemeinsam intensive Fachdebatten ermöglichen.

Weitere Informationen auf: embodiment2016.de

Kontakt

embodiment2016@soziologie.uni-muenchen.de


Servicebereich