Münchner Kompetenzzentrum Ethik
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Forschungskolleg MKEP

** Achtung: Die Bewerbungsfrist wurde verlängert. Die nun gültige Frist endet am 15.04.2018  **

Das Münchner Kolleg für Ethik in der Praxis (MKEP)

Das MKEP hat das Ziel, philosophische Ethiker/innen auszubilden, die an öffentlichen und berufsethischen Diskursen außerhalb der Universität mitwirken und diese mitgestalten. Der Bedarf an ethischer Analyse und Bewertung ist groß, daher können philosophische Ethiker/innen mit ihrer Expertise einen spezifischen und wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Mit der finanziellen Unterstützung durch die VolkswagenStiftung sollen Doktoranden/innen im Rahmen eines koordinierten und strukturierten Promotionsprogramms neben einer wissenschaftlichen Qualifikation diejenigen ethisch-philosophischen Kompetenzen erwerben, die in Ethikräten, Unternehmen und in der Politik benötigt werden, um praxisbezogene ethische Analysen leisten und verantwortliche Handlungsoptionen identifizieren zu können. Das MKEP wird am Münchner Kompetenzzentrum Ethik angesiedelt, das vielfältige Möglichkeit zum wissenschaftlichen Austausch zu Themen der Ethik bietet.

Praxisorientierte Ethik

Das Programm des MKEP sieht neben einem Promotionsprojekt mindestens ein 6-12 monatiges Praxismodul in einem für die Dissertation einschlägigen Praxisfeld vor. In diesem sollen die Kollegiat/innen an den ethisch relevanten Themenfeldern direkt im Betrieb mitarbeiten, u. U. „im Feld“ Daten erheben und auf diese Weise eine praxisnahe ethische Expertise entwickeln. Ein Vorwissen in den Methoden der empirischen Sozialforschung ist erwünscht, aber keine Voraussetzung für die Bewerbung. Zur Unterstützung sind im Rahmen der Ausbildung am MKEP mindestens zwei diesbezügliche Methodenkurse vorgesehen. Das Dissertationsprojekt und das Praxismodul sollen von vorneherein eng miteinander verzahnt werden, so dass ein wechselseitiger Austausch zwischen philosophischer Analyse und Begriffsbildung einerseits und den konkreten Problemen in der Praxis andererseits zustande kommt. Am Ende der Ausbildung am MEKP steht eine eigenständige Forschungsleistung in der Form einer Dissertation, die zugleich eine Qualifikation für außerakademische Berufsfelder im Sinn einer ethischen Beratung bieten soll.

Autonomie als übergeordnetes Thema

Am MKEP wird es einen Forschungsschwerpunkt für Promotionsprojekte geben, die sich mit Autonomie befassen. Jedes der sieben Promotionsprojekte wird in einem konkreten Praxisfeld Thematiken im Zusammenhang mit Autonomie behandeln. Zusätzlich wird Autonomie auch ein Schwerpunkt der gemeinsamen Forschung am MKEP sein, neben anderen Forschungsfragen wie zum Beispiel der danach, was „Anwendung“ in der Angewandten Ethik bedeutet oder was eine spezifische ethische Expertise ist.

Betreuung

Die Dissertationen werden engmaschig durch die Etablierung von Thesis-Advisory-Committees (TACs) betreut, in denen semesterbegleitende Betreuungsgespräche mit den Betreuern und einem weiteren Fakultätsmitglied vorgesehen sind. Im Folgenden sind sieben Promotionsprojekte, auf die Sie sich bewerben können, mit zugehörigen Praxisprojekten und Erstbetreuer/innen aufgeführt. Bewerbungen werden zu den einzelnen Projekten erbeten, wobei bzgl. der konkreteren Themengebung ein gewisser Gestaltungsspielraum besteht. Sollten Sie sich mit einem hier nicht aufgeführten Thema und Praxispartner bewerben wollen, nehmen Sie bitte im Vorfeld Ihrer Bewerbung Kontakt mit dem MKEP auf.

Alphabetische Auflistung der Themen, Betreuer/nnen und Praxispartner

Thema Erstbetreuer/in Praxispartner
1) Umweltethik: Nachhaltigkeit zwischen autonomer Eigenverantwortung und Kontrolle PD Dr. A. Bagattini Vaude Sport GmbH & CoKG (Outdoorausstatter mit eigenem ThinkTank zur Nachhaltigkeit und jährlichem Nachhaltigkeitsbericht)
88069 Tettnang
2) Familienethik: Was schulden wir Kindern geschiedener Eltern? Gerechtigkeit im Trennungsfall zwischen Kindeswohl und kindlicher Autonomie Prof. Dr. M. Betzler
(Hauptantragstellerin)
Deutsches Jugendinstitut e.V. (Abteilung Familie und Familienpolitik)
81541 München
3) Unternehmensethik: Betriebliche Mitbestimmung: Unternehmensethik zwischen Autonomie und wirtschaftlichem Sachzwang Prof. Dr. L. Herzog (Hochschule für Politik, TUM) Deutscher Gewerkschaftsbund (Abteilung Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik)
10178 Berlin
4) Technikethik: Ethische Aspekte autonomen Fahrens Prof. Dr. J. Nida-Rümelin Verband Deutscher Automobilindustrie (VDA)
10117 Berlin/
Fraunhofer Gesellschaft
80007 München
5) Medizinethik: Autonomie und/oder Fürsorge. Zur Bestimmung ihres Verhältnisses in der klinischen Praxis Prof. Dr. G. Marckmann Klinisches Ethikkomitee am Klinikum der Universität München
81377 München
6) Angewandte Tugendethik: Charakterbildung: Philosophische Modelle der Selbstkontrolle und praktische Implementierung Prof. Dr. C. Rapp Character Counts Ltd.
GB-London N1 6HQ
7) Neuroethik: Gewonnene Autonomie? Normative Herausforderungen der Neuroprothetik Prof. Dr. S. Sellmaier Otto Bock Healthcare GmbH
37115 Duderstadt/ Forschungszentrum Jülich GmbH, 52428 Jülich

 

Promotionsordung der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU)

Unter folgendem Link können Sie die aktuelle Promotionsordnung für das Fach Philosophie einsehen: Promotionsordnung

Weitere Hinweise finden Sie hier.

Bei Fragen zur Promotionsordnung wenden Sie sich bitte an Frau Melanie Müller.

Für alle weiteren Fragen zur Ausschreibung und Bewerbung wenden Sie sich bitte an MKEP-Bewerbung@lrz.uni-muenchen.de.

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